DIY Weihnachtskarten: Konsumauszeit im Dezember

Der Dezember und ich haben schon lange eine ganz besondere Beziehung. Er hatte immer eine beruhigende Wirkung auf mich. Bei all der Freude über die Lichter und warmen Socken sind wir in den letzten Jahren aber auch in einen Sog geraten, der sich als Strudel entpuppt hat.

 

In diesem Jahr haben wir beschlossen etwas Neues auszuprobieren. Nichts zu tun, den Strudel an uns vorbei ziehen zu lassen. Keine Geschenke zu kaufen, keine neue Dekoration, den Konsum herunter zu schrauben. Denn die Wahrheit ist, wir besitzen schon viel. Wir haben alles, was wir brauchen. Uns. Das ist mehr als genug. Das Thema Loslassen begegnete uns 2017 in unterschiedlichsten Formen. So fühlte sich im Herbst so manch angeräumter Schrank wie ein voller Magen an, den man unvorsichtig mit zuviel Schweinebraten und Zuckerwatte gefüllt hatte.

 

 

Übers ausmisten und ordnen

 

Der erste Schritt war, in der Wohnung auszumisten. Von vielem wussten wir gar nicht mehr, dass wir es besitzen und mussten uns fragen, wie wichtig es uns wirklich ist. Ganz schön viel landete auf dem Sturzplatz und wieder anderes fand einen neuen Besitzer, der sich darüber freute. Irgendwo schaukelt nun ein glückliches Kind in einer Babyschaukel in Form eines Hutschpferdes. Wie schön.

 

Nach dem Ausmisten folgte das Ordnen. Vieles, dass das Ausmisten aus nostalgischen oder organisatorischen Gründen überstanden hatte, hatte davor keinen so richtig angestammten Platz. Es wurde weggeräumt. Aus den Augen aus dem Sinn. Ein bisschen so wie im richtigen Leben. Das wollten wir nicht mehr. Wenn uns das Leben schon zwingt hinzusehen, dann sollte es doch so aussehen, dass wir auch die Chance haben, etwas zu erkennen.

 

Ausgemistet und geordnet haben wir festgestellt, dass wir immer noch jede Menge besitzen. Das führte uns zu dem Gedanken, dass es uns vielleicht gut tun würde, eine bestimmte Zeit unseren Konsum ganz gewusst herunter zu schrauben, hinzusehen, was wir wirklich benötigen und was einfach spontan aus Langeweile oder Druck kaufen.

 

Was wäre wenn? Was wäre, wenn wir einen Monat lange nichts Neues kaufen? Und was ist mit Weihnachten?

 

 

Konsumauszeit zu Weihnachten?

 

Ziel unserer Konsumauszeit ist es, dieses Jahr ohne Drumherum ausklingen zu lassen. Wertzuschätzen. Dieses Jahr war anstrengend, aber auch lehrreich. Wir wollen zur Ruhe kommen und uns bewusst machen, was für uns wirklich wichtig ist #wenigeristmehr.

 

Und wir wollen auch etwas Raum für Neues schaffen, in unseren Köpfen und in unseren Herzen. Platz für Kreativität, für Freunde, für neue Projekte, für Familie. Vielleicht sogar für neue Ziele.

 

Ein paar Regeln für die Konsumauszeit haben wir aber bereits jetzt vor dem ersten Dezember festgelegt:

 

  • Es dürfen frische Lebensmittel, die nicht im Vorratsschrank aufbewahrt werden können, gekauft werden
  • Wenn notwendige Dinge (zB. Winterstiefel) kaputt gehen, darf ein neus Paar erstanden werden, wenn es nicht mehr zu reparieren ist. (Anm.: In der Zeitspanne vom Entschluss bis zu diesem Beitrag – innert weniger Tage also – sind mit B-E-I-D-E Winterstiefel kaputt gegangen. Ernsthaft.)
  • Weihnachtsessen darf (muss aber nicht) ohne Einschränkung geplant und Zutaten erstanden werden.
  • Während wir das Reisig für den Adventkranz selbst sammeln, darf ein Weihnachtsbaum einziehen. Wie schon die letzten Jahre, haben wir uns auch heuer für einen lebenden Baum entschieden. Wir haben ihn hier bestellt.
  • Geschenke werden selbst erdacht und gemacht.
  • Es darf gebacken werden. Ohne Kekse, kein Weihnachten. Unsere Winterwunderland-Torte steht auch heuer wieder am Programm, genauso wie die burgenländischen Walnusskekse.)

 

DIY Weihnachtskarten

 

Im Zuge des Ausmistens sind wir auf Aquarellfarben und Papier gestoßen. Keine Ahnung, warum wir so etwas besitzen. Niemand malt Aquarell. Ich male gar nicht. Bis jetzt.

 

Neben den salzigen Weihnachtskaramellen, die jedes Jahr im Advent als Mitgringsel für unsere Lieben in der Küche angefertigt werden, kommen heuer  selbstgemachte Weihnachtskarten dazu, die wir mit persönlichen Briefen versehen. Wofür wir dankbar sind, woran wir uns gerne erinnern und was wir am anderen besonders schätzen.

 

Gedacht, getan. Zum ersten Mal seit der Grundschule kam also ein Malpinsel zum Einsatz. Inspirationen und Ideen habe ich auf hier auf Pinterest gesammelt.Ein persönliches Geschenk, das hoffentlich soviel Freude bringt, wie wir sie beim Gestalten hatten.

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2 Kommentare
  • Sandra

    29. November 2017 at 10:34 Antworten

    Die sehen ja entzückend aus!

    • Eva

      29. November 2017 at 10:36 Antworten

      Danke, Du Liebe! Und einige Motive sind tatsächlich kinderleicht und doch etwas besonderes. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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