Florentiner: Das klassiche Gebäck in fünf Schritten

 Zubereitungsdauer: ca. 30 Min.
 für 1 PBlech, Dessert
 Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
100 g Butter
50 g Honig
130 g Mandelblättchen
120 g Schlagobers
120 g Zucker
Spezielles Equipment
Keines
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Es gibt eine Stille des Herbstes, bis in die Farben hinein. (Hugo von Hoffmannsthal)   Die Sonnenstrahlen wärmen noch, während der Kalender bereits auf die nächste Seite geblättert ist und in scheinbar bedeutungslosen Sekunden den Abschied ankündigt. Die Blätter an den Bäumen zeigen sich tiefrot und leuchtend gelb.   An so vielen Tagen unbemerkt, gibt es Momente, in denen man sie spürt, die Zeit. Wie sie sich unaufhaltsam bewegt. Nie still. Immer voraus.   Es sind die Momente, die einen selbst bei Regenwetter plötzlich stehen lassen. Ohne Schirm. Ohne doppeltes Netz. Die einen durchdringen wie ein Blitzschlag und nach einem Moment der Stille tief einatmen lassen, während der Lärm des Verkehrs verebbt. Als wäre ein Zahnrad in der nächsten Kerbe eingerastet. Tock.   Und während Regentropfen durch meine Kleidung kriechen, versuche ich von den Herbst-Blättern im Wind zu lernen. Die Art wie sie tanzen, bevor sie loslassen.

Zubereitung

1. Für die Florentiner die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett leicht goldbraun rösten.

2. In einem Topf die Butter, den Zucker, den Honig und den Schlagobers einmal kurz gemeinsam aufkochen lassen und für 3-4 Minuten köcheln lassen – dabei immer wieder rühren.

3. Die gerösteten Mandelblättchen in die Masse einrühren.

4. Die gesamte Masse nochmals aufkochen – das dauert etwa 3 – 4 Minuten.   5. Nun die Masse auf ein Backblech mit Backpapier streichen. Bei 190 Grad Ober-Unterhitze etwa 10 Minuten (am besten auf Sicht) goldbraun backen. Vorsicht, die Masse bleibt solange sie heiß ist, noch eher weich. Erst beim Auskühlen härtet sie nach.   6. Die Florentiner noch lauwarm in Rauten schneiden oder Kreise ausstechen. Auskühlen lassen und in Blechdosen aufbewahren.

Tipp

Die Florentiner, die aber auch rein gar nichts mit Florenz oder Italien am Hut haben, sondern in Frankreich verortet werden, werden klassisch ohne kandierte Früchte zubereitet.   Je nach Geschmack können diese natürlich noch in die Masse eingerührt werden. Ebenso erfreut eine schokoladige Rückseite, ich lasse sie meist weg, wenn ich sie als Kaffeegebäck serviere. Aber an Weihnachten, an Weihnachten ist alles erlaubt. Aber das ist eine andere Geschichte.

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