Haselnuss-Topfenkuchen: Novemberblues

 Zubereitungsdauer: ca. 90 Min. (inkl. Backzeit)
 für 1 Tortenform (Ø 24 cm)
 Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
Mürbteig
75 g Butter, kalt
60 g Zucker
150 g Mehl
1 Ei
Füllung
3 Eigelb
250 g Topfen
60 g Zucker
2 El Maisstärke
Mark einer Vanilleschote
Topping
3 Eiweiß
50 g Zucker
80 g geriebene Haselnüsse
Spezielles Equipment
Keines
Aus der Region
Print Friendly, PDF & Email
Novemberblues.

Und nun eine Tasse Tee und ein Stück vom zart-cremigen Haselnuss-Topfenkuchen.

 

Die Tage werden immer kürzer und nach der Zeitumstellung hungere ich jedem Sonnenstrahl hinterher. Eigentlich mag ich den Winter. Er ist gemütlich und flauschig und dennoch macht mir das fehlende Licht zu schaffen.

 

Ich werde wohl noch eine Zeit brauchen den Winter so richtig willkommen zu heißen. Etwas Zeit bleibt ja noch. Oder nicht?

 

Ich bin von der omnipräsenten Weihnachtsstimmung etwas irritiert. Dabei war doch noch gar keine Zeit den Herbst zu verabschieden. Lebkuchen und Adventkalender sind im Supermarkt bereits direkt nach dem Helloween Wahnsinn zum Verkauf feil geboten.Christkindlmärkte öffnen Mitte November und wer die Einkaufsliste für Weihnachten noch nicht fertig hat, darf zur Punschparty nicht kommen.

 

Wir stolpern direkt vom Kürbischutney ins Vanillekipferl.

 

Ich finde das einwenig schade. Die Weihnachtszeit ist für mich immer etwas Besonderes gewesen. Etwas Zauberhaftes. Etwas worauf ich hingefiebert habe. Der erste Dezember wurde sehnsüchtig erwartet. Es scheint, als wäre diese Wartezeit nicht mehr vorhanden. Als müsste man direkt von der einen Feierlichkeit in die nächste laufen, um nichts zu verpassen. Es scheint mir manchmal so, als würde das genau das Gegenteil bewirken. Als würde man Passagier in einer stetig voranrollenden Dampflock sein. Nur dass es keine Stationen gibt. Nur Highlight-Bahnhöfe, die ihre Dekoration in Windeseile wechseln.

 

Ich habe mir fest vorgenommen heuer meinen Weihnachtszauber wieder zu entdecken. Es auszuhalten, an all den Punschständen vorbei zu laufen und nicht stehen zu bleiben. Die Vanillekipferl dankend abzulehnen und dem Lebkuchen bis zum dritten Adventsonntag (ab da wurde bei uns früher erstmals der Lebkuchen auf den Tisch gestellt) zu entsagen. Nicht weiter mitzurollen. Einfach mal eine Pause zu machen. Damit die Vorfreude aufkeimen kann. Ob es mir gelingt?

 

Inzwischen mache ich mir eine Tasse Tee und esse ein Stück Haselnuss-Topfenkuchen.

 

Kein Allheilmittel, aber ein wunderschöner Behelf.

 

Zubereitung

1. Für den MürbteigMehl, Zucker, die kalten Butterstücke und das Ei zunächst mit der Rückseite eines Buttermessers verbröseln und dann rasch mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. In Klarsichtfolie wickeln und für mindestens 30 Minnuten kalt stellen. Dann den Teig ausrollen und die Kuchenform damit auskleiden. Dabei den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Bei 200 Grad hellbraun backen. Etwas auskühlen lassen.

2. Für die Fülle die Eigelb mit dem Zucker und der Vanille schaumig rühren. Topfen zugeben. Dann die Maisstärke einsieben und gut unterrühren. Alles auf dem Tortenboden verstreichen.

3. Für das Topping die Eiweiße anschlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen. Solange verfahren bis glänzende, feste Spitzen entstehen. Zum Schluss vorsichtig die Nüsse unterheben. Die Masse auf der Topfencreme verstreichen. Alles etwa 30 Minuten bei 170 Grad Ober-Unterhitze backen.

Tipp

Wer keine Haselnüsse hat oder mag kann auch Walnüsse oder ähnliches verwenden. Wer es lieber gänzlich ohne hat, probiert einfach mal den klassischen Cheesecake.

Weiterempfehlen:
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Blogheim.at Logo