Notstrom

Es gibt Zeiten, da kocht es plötzlich über. Egal, wie umsichtig man zunächst das Gericht vorbreitet hat.

Der Schaum quillt langsam hervor und quetscht den Deckel hoch. Zisch! Der Inhalt ergießt sich gleich eines Lava-Stromes, der drohend seinen Pfad den Berg hinunter findet, an der äußeren Wand des Topfes entlang.

Er ist übergekocht, angebrannt, hat sich eingebrannt. Hat einen Kurzschluss verursacht.
Nichts geht mehr.

Wenn man Glück hat, springt in solchen Momenten der Notstrom an. Der einen daran erinnert, dass nur wenige Dinge wirklich zählen. Der einem das Weitermachen möglich macht. Irgendwie.

Mein Leben und ich laufen gerade mit Notstrom. Und ich bin ängstlich und dankbar gleichzeitig dafür. Ich hoffe, dass der Akku noch etwas hält.

Einstweilen kann ich deswegen nicht kochen. Und nicht backen. Nichts von alledem, wofür man etwas Elektrizität benötigt.

Ich hoffe, dass die Stromversorgung bald wieder läuft. Ich wage es kaum zu hoffen.
Dann soll es ein Festmahl geben, das darauf zu hoffen, mir heute schon Kraft gibt.

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2 Kommentare
  • Feinschmecker

    1. Juni 2013 at 20:14 Antworten

    Liebe Eva, manchmal gibt einem auch die Sonne neue Energie, wenn das Leben grad mit Notstrom läuft. Und die Sonne trägst du in dir… Viel Freude, viel Kraft – und lass dir Zeit! Wir hoffen mit dir auf das Festmahl – und freuen uns, dann bald wieder von dir zu lesen!

    • Eva

      4. Juni 2013 at 7:52 Antworten

      …vielen, vielen Dank für die liebe Nachricht – sie freut mich sehr und gibt mir Kraft. Hoffentlich scheint die Sonne auch bald wieder für unser Leben, alles Liebe und auf hoffentlich ganz bald, Eva

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