Faschingskrapfen

Steirische Krapfen oder sag‘ niemals Berliner zu ihnen

 Zubereitungsdauer: ca. 1 Std. (+ mind. 2 Std. Ruhezeit)
 für 15 Krapfen
 Schwierigkeitsgrad: mittel
Zutaten
Für die Krapfen
500 g Mehl (griffig)
250 ml Milch
40 g Butter
40 g Zucker
4 Eidotter
1 Pkt. Trockengerm (Trockenhefe) optional 40 g Frischhefe
Abrieb einer Bio-Zitrone
1 Stamperl Rum (optional)
Prise Salz
Ausgebackene Variante: Neutrales Öl zum Ausbacken
Backofen-Variante: 1 El zerlassene Butter zum Bestreichen
Staubzucker (Puderzucker) zum Bestreuen
Füllungen
Marillenmarmelade (Aprikosenkonfitüre) zum Füllen
Vanillepudding
125 ml Milch
25 g Speisestärke
1 Esslöffel Vanillezucker
1 Mark einer Vanilleschote (optional)
125 ml Milch (optional Hälfte Schlagobers)
2 El Zucker (optional nach Geschmack)
1 El Butter
Spezielles Equipment
Keines
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Steirische Krapfen (inkl. Backofen-Variante) oder sag‘ niemals Berliner zu ihm

 

Fasching war bei uns früher eine ernste Angelegenheit, damit machte man keinen Spaß. Kostüme wurden geplant, Luftschlagen sortiert und der Fasching-Dienstag herbei gesehnt. Zumindest bei uns Kindern. Ab Mittags wurden die Straßen der inneren Stadt gesperrt – der prächtig-bunte Faschings-Umzug trieb so ziemlich alles aus dem Haus, was Beine hatte und aufstehen konnte.

 

So erinnere ich es, so MUSS es gewesen sein.

 

 

Rund, rund, rund ist mein liebster Krapfen

 

Ebenso erinnere ich mich intensiv an den ersten Bissen in den Krapfen, die es nur an diesem einen Tag im Jahr bei uns gab und damit jedes Jahr aufs Neue mit großer Sehnsucht erwartet wurden. Rund müssen sie sein, schön schwer, mit feinster Marillenmarmelade gefüllt und Puderzucker bestreut.

 

Und noch heute gehören Krapfen am Fasching-Dienstag bei uns dazu – gerne unterschiedlich gefüllt und in Varianten gebacken. Wer nicht so gerne zu Hause mit Öl ausbäckt, probiert einfach die Variante im Backofen, die geschmacklich ziemlich nah an das Original ran kommt. Ich war selbst überrascht, aber probiert selbst ….

Zubereitung

1. Für die Krapfen die Milch lauwarm erwärmen, 1 Tl vom Zucker und die trockene Germ zugeben, kurz rühren, zudecken und etwas stehen lassen. Die Milch darf keinesfalls zu heiß sein, sonst treibt die Germ danach den Teig nicht ordentlich.

 

2. Die Butter in einer kleinen Pfanne zerlassen. Die Eier trennen – die Eiweiß zugedeckt in den Kühlschrank stellen, sie werden für das Rezept nicht benötigt (hier ist übrigens ein tolles Rezept für Macarons, für die Du die Eiweiße benutzen kannst.) Die Eidotter, den übrigen Zucker und die flüssige Butter zur Milch hinzugeben und alles mit dem Schneebesen verrühren.

 

3. Die Prise Salz ins Mehl geben und die Milchmischung nun langsam zugeben und kneten bis ein elastischer Teig entstanden ist. Den Teig zugedeckt mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

 

4. Wenn das Volumen sich deutlich vergrößert hat, alles wieder zusammen kneten und nochmals zugedeckt gehen lassen – dieses Mal mindestens 20 Minuten.

 

5. Den Teig erneut kneten und kleine Kugeln von etwa 50 g abstechen. Die Kugeln am besten auf einer bemehlten Oberfläche mit der offenen Handfläche und etwas Druck kreisen. So entstehen etwa 15 Krapfen – diese mit einem Küchtentuch bedeckt erneut 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

 

6. Variante Ausgebackene Krapfen: Reichlich Öl in einem Topf erhitzen. Die richtige Temperatur könnt ihr mit einem Holzkochlöffel überprüfen, indem ihr ihn ins Öl haltet – bilden sich kleine Bläschen, könnt ihr mit dem Ausbacken beginnen. Die Teiglinge mit einer Schöpfkelle ins Öl gleiten lassen und vier Minuten bei geschlossenem Deckel ausbacken. Dann wieder mit Hilfe der Schöpfkelle wenden und offen weitere vier Minuten backen. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

 

6.1 Backofen-Variante: Den Ofen auf 200 Grad Ober- Unterhitze vorheizen und die Teiglinge etwa 12 Minuten goldbraun backen. Noch heiß mit etwas zerlassener Butter bestreichen und mit Puderzucker bestreuen.

 

7. Die Krapfen nach Belieben mit Marmelade (gerne für die Erwachsenen mit einem Schuss Likör verrührt) füllen.

 

8. Für die Vanillepudding Fülle die Stärke mit dem Zucker und der Vanille mit 5 El Milch verrühren. Die restliche Milch aufkochen, langsam die Stärkemischung einrühren, einmal aufkochen und auskühlen lassen.

Tipp

Wir lieben als Fülle besonders Powidl-Marmelade (Pflaumenmus).

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2 Comments
  • Das Mädel vom Land

    26. Februar 2019 at 23:39 Antworten

    Ich mag die Backofenvariante auch sehr gern – vor allem, weil mir immer leid ist um die Unmengen an Frittieröl …
    Heute gibt es Krapfen ja schon ab Weihnachten (oder noch früher) – und sie sind (leider!) nicht mehr so besonders wie früher … Und jetzt stehen schon die gefärbten Ostereier in den Regealen. Wie verrückt.
    Alles Liebe!

    • Eva

      3. März 2019 at 17:46 Antworten

      Ach, ach – Du sprichst mir aus der Seele, einmal im Jahr ist einmal im Jahr und nicht rund ums Jahr. Wie schön es doch ist, sich auf etwas zu freuen … genug geunkt, wir genießen noch die letzten Krapfen, bevor wir uns wie narrisch auf das Ende der Faschingzeit freuen ;-)) Alles Liebe, Eva

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