Neues aus der Kuchl

Tag: Backen

Betörend: Mohn & Schokolade

Posted on Januar 11th, by Eva in Aus dem Ofen, Mohnkuchen. 7 comments

Mohn mag ich. Den Geschmack. Die dunkle Farbe. Den etwas verruchten Ruf, der ihm anhaftet. Nicht mag ich, dass die kleinen, grauen Körnchen, sich wie fieses Karies in die Zahnzwischenräume windet. Deswegen verzichte ich in der Öffentlichkeit auf meine geliebten Mohnweckerl, jedwegen Mohnkuchen und selbst die Mohnpotize wird nur daheim verzehrt.

Dafür wird in den eigenen vier Wänden hemmungslos zu Mohn gegriffen. Zuletzt auch gerne mit Mohnöl gearbeitet. Vor einiger Zeit habe ich anlässlich eines nachmittäglichen Kaffees einen saften Mohnkuchen serviert. Mit dunkler, weicher Schokolade. Eine Symbiose inspiriert aus dem GU Buch „Flache Kuchen“.

Zutaten (Form etwa 26cm Ø)

50g dunkle Schoko (80%)
200g gemahlener Mohn (schmeckt frisch gemahlen aus dem Reformhaus am besten)
100g gemahlene Mandeln
1 Bio Zitrone
1 Bio Orange
5 Eier
80g Zucker
250g zimmerwarme Butter
100 Puderzucker
Vanille
2 El Rum
Prise Salz

Schokolade ganz fein hacken – Mohn und Mandeln dazu. Ofen auf 160 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Zitronen- und Orangeschalen fein abreiben. Eiweiße mit dem Zucker aufschlagen. Butter, Puderzucker, Rum, Vanille, Eigelbe sowie Zitronen und Orangenschalen schaumig schlagen. Den Eischnee langsam unterheben. Den Kuchen bei 140 Grad Umluft auf der mittleren Schiene backen.


Saftige Spekulatius-Orange.

Die Feiertage sind fast vorbei. So wie das Jahr. Abschied nehmen fällt mir nicht leicht. Ich halte gerne fest. An Gewohnheiten. Auch, wenn sie nicht förderlich sind. Weder für meine Gesundheit, noch mein Gemüt. Doch manchmal bringt auch etwas so verzichtbares wie ein Virus einen Stein ins Rollen, der einen gerade dazu zwingt. Zum los lassen. Einen Plan. Eine Vorstellung. Ein verdammtes heiliges Menü.

Ich war also krank. An Heilig Abend. Und auch die Abende davor. Das war übel. Und das war es mir auch. Ein Magen-Darm Virus raffte mich auf halben Weg zu meiner weihnachtlichen Phantasie dahin. Trotzdem war das Fest heuer ein ganz besonderes. Mein Lieblingsmann und ich warteten nämlich nicht alleine auf das Christkind. Und den Tag mit Kinderaugen (mit) zu erleben war bei uns heuer berührend schön und hat mich ganz sentimental gestimmt. Noch sentimentaler als mir angeboren. Ja, das geht. Als Resultat der „kranken“ Feiertage befinde ich mich nun in einer berührt-sentimentalen Abschieds-Stimmung für 2014.

Und das soll auch mein Vorsatz für 2015 sein: Los lassen. Das werde ich üben. Themen. Vorstellungen. Verantwortungen.

Nicht loslassen kann und will ich das Backen. Deswegen gab es in der ersten gesunden Minute auch ein klitzekleines Törtchen für meine Nichten. Diesmal mit Tannenbäumchen. Weil … Read More »


Für Dich: Zimt & Zauber

Posted on Dezember 16th, by Eva in Aus dem Ofen, Zimtsterne. No Comments

Zimtsterne mag ich besonders gerne. Das Geheimnis eines perfekten Zimtsternderls ist die Beschaffenheit. Also, die Konsistenz. Sie dürfen nicht trocken sein. Und zimtig. Und lange im Mund bleiben. Also der Geschmack. Nicht das Sternderl.

Die Wahrheit ist, dass sie aber recht aufwändig sind. Man muss Geduld mitbringen, denn die Kühlzeiten sind nicht ohne. Und etwas Ruhe, denn die Sternderl kleben hinterlistig an Austechformen und Händen. Aber das Ergebnis spricht für sich.

So ist das halt mit den besonderen Dingen.
Die bedürfen stets einer besonderen Zuwendung.
Das sag ich auch auch immer meinem Lieblingsmann.

Zutaten Keks

2 glückliche Bio-Eiweiße (zimmerwarm)
130 g Staubzucker
130 g gemahlene Mandeln
130 g gemahlene Haselnüsse
1 Prise Salz
1 – 2 TL Bio-Ceylon Zimt
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone

Zutaten Glasur

1 Eiweiß
etwa 90g Puderzucker
Wer mag nimmt noch etwas Bio-Orangenabrieb dazu

Die zwei Eiweiße mit dem Salz fest aufschlagen – den Staubzucker nach und nach dazu geben. Danach die Nüsse unterheben. Keine Sorge, der Teig gehört so pickig. Für mindestens eine Stunde abgedeckt im Kühlschrank warten lassen.

Das Rohr auf 120 Grad Umluft vorheizen. Die Sternderlmasse zwischen Klarsichtfolie auf etwa 1/2 cm ausrollen. Wieder für mindestens 30 Minuten kühlen. Erst dann die Formen ausstechen. Damit die Form nicht kleben bleibt immer wieder in Puderzucker tauchen. Schnell auf das Backblech legen. Inzwischen … Read More »


Maisbrot

Posted on November 3rd, by Eva in Aus dem Ofen, Gruß aus der Küche, Maisbrot. 1 Comment

Zutaten
240g Maismehl (gelb)
60g Weizenmehl
3 El Zucker
1 El Backpulver
1/2 Tl Salz
125ml Milch
125g Naturjoghurt
2El Butter, flüssig
2 El Pflanzenöl
2 Eier verquirlt
260g Creamed Corn (Mais mit Geflügelbrühe bedeckt zum Kochen bringen, etwa 20 Min brodeln lassen – mit 3 El Schlagobers, Salz und Pfeffer abschmecken. Eine kleine Tasse Mais entfernen, den Rest grob pürieren. Den ganzen Mais wieder zufügen.)

Die Trockenen Zutaten vermengen, nach und nach die nassen Zutaten zugeben, bis ein (flüssiger) Teig entsteht. Bei 200 Grad etwa 45 Minuten goldgelb backen.


Bei Seelenweh: Zwetschgentarte

Posted on August 19th, by Eva in Aus dem Ofen, Zwetschgentarte. No Comments

Die Blätter des Baumes, den ich von unserem Wohnzimmer aus sehen kann, beginnen sich braun zu färben. Und das Mitte August. Das macht mich ein wenig wehmütig die Tage, vorallem, weil ich noch keinen Urlaub hatte. Noch zu wenig Sonne getankt und das Gefühl habe, dass mir die Zeit durch die Finger rinnt, wie Sand am Strand von Grado.

Tagein, tagaus blicke ich argwöhnisch auf die Temperatur Anzeige am Balkon und zittere vor der 1. Alles unter 20 Grad gehört nicht in den August. und Schluss. Womit ich mich über das Wetter hinweg trösten kann, sind Bäckereien. Mit Zwetschgen. Ober noch besser einer Tarte.

Sie macht das Wetter nicht besser, hilft aber ungemein gegen Seelenweh. Ehrlich.

Boden
200g Mehl (gerne auch Dinkelmehl)120g kalte Butterstücke
1 Tl Rapsöl
80g braunen (feinen) Zucker (geht auch mit weißem, aber ich mag das Karamellige daran)
eine obligatorische Prise Salz

Fülle
Zwetschgen (reif und süß) hi
1 El Grieß
Zucker zum Bestreuen (etwa 2 El)

Die Zutaten für den Boden zu einem Mürbteig verarbeiten, ich mache das aus purer Faulheit in der Küchenmaschine. In eine Frischhaltefolie wickeln und 20 Minuten ruhen lassen – bei nicht allzu großer Hitze ist dies bei Zimmertemperatur erwünscht.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Zwetschgen vierteln, ich finde das sieht hübscher aus als Hälften. … Read More »


Heute mach ich blau!

Posted on März 23rd, by Eva in Aus dem Ofen, Blaubeerkuchen. No Comments

Sonntag ist ein herrlicher Tag um blau zu machen. Um die Seele baumeln zu lassen. Um Kuchen zu essen.
Bei meinem Lieblingsmann und mir waren Sonntage traditionell zum Faulenzen da. Wenn überhaupt hat man sich bei Schönwetter dazu erbarmt die Couch zu verlassen, um auf der Terrasse ein Kaltgetränk einzunehmen. Und Kuchen zu genießen.

Mit Baby sehen Sonntage anders aus. Da muss man raus. An die frische Luft. In den Park. Egal was kommt. Das sollte schon sein. Also spazieren wir seit ein paar Monaten komme was wolle bei jedem Wetter durch die Stadt und Parks der Umgebung. Wir mögen diese neue Art den Sonntag zu „begehen“ und wollen doch von altem nicht ablassen. So ist der Kuchen geblieben.

Und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Schon gleich gar nicht bei diesem Blaubeer-Traum (diesmal ohne Haube).

Zutaten (mit optionaler Baiser-Haube)
300g Blaubeeren
150g weiche Butter
Semmelbrösel für die Form
4 glückliche Eier
125g Zucker + 120g Zucker für Baiser
Vanille
Prise Salz
80g Mehl + etwas zum Bestäuben
75 g Speisestärke
2 TL Backpulver
125g Topfen (mager)
1 Tl Zitrone

Ofen auf 160 Grad vorheizen. Die Butter mit dem Zucker, der Vanille und Salz schaumig rühren. 2 ganze Eier und zwei Dotter (Eiweiß kalt stellen – daraus wird danach die Baiser Haube gemacht) nach und … Read More »