Neues aus der Kuchl

Tag: Sommer

Melonensorbet mit Schuss

Posted on August 27th, by Eva in Aus der Schüssel, Gruß aus der Küche, Melonensorbet. No Comments

Auch die Melone hat ihren Platz im Sommermenü gefunden. Als Zwischengang – mit einem winzigen Schuss Vodka ein hinreißend guter noch dazu. Die Melone bringt die Süße, die Frucht und die Wucht der Sonnenstrahlen mit sich. Ich habe mich noch dazu für die gelbe Wassermelone entschieden, die die Assoziation der Sonne noch unterstützt. Der Schuss Vodka wird zum Schluss eisgekühlt darüber geträufelt. Ein winziges Blättchen Eisenkraut gibt die aromatische Zitrusnote dazu. Herrlich.

Zutaten (Wasser)Melonen-Sorbet mit Schuss
1 kleine Wassermelone (vorzugsweise gelb)
100ml frischer Bio-Zitronensaft
70g Zucker
30ml Glukosesirup

1-2 Blättchen Eisenkraut oder Minze

Die Melone halbieren und soviel klein schneiden und pürieren, dass 350ml Püree entstanden sind. Den Rest der Wassermelone wieder kühlen und für etwas anderes verwenden. Gerne auch nebenbei essen.

Zitronensaft, Zucker und Glukosesirup aufkochen und den Zucker auflösen lassen. Beiseite stellen und kurz überkühlen lassen. Dann mit dem Melonenpüree vermengen. In einen verschließbaren Gefrierbeutel schütten und diesen in einem Eisbad aus kaltem Wasser & Eiswürfel etwa 30 Minuten kühlen lassen. Dann in die Eismaschine geben bis das Sorbet so weich wie wenig geschlagener Obers hat. In eine Aufbewahrungsbox schütten mit Pergamentpapier abdecken und 4 Stunden tiefkühlen. Mit einem Schuss Vodka oder Gin servieren.


Ein Sommer. Ein (Friday) Dinner.

Posted on August 23rd, by Eva in Auf dem Tisch, Ein Sommer. Ein (Friday) Dinner.. No Comments

Es ist schrecklich. Es ist schön. Die Friday Dinner sind zurück. Schrecklich, weil es bedeutet, dass die wunderschöne Babyzeit fast vorbei ist und der aufregenden Kleinkindzeit Platz macht. Schön, weil es ein Stück gewohntes, altes Leben ist. Ein schönes. Eines, das ich vermisst habe. Eines, das wieder zu kommen scheint.
Es war noch kein richtiges Friday Dinner. Wir waren nur zu viert und es gab – abgesehen vom Gruß aus der Küche – nur 4 Gänge. Aber immerhin. Eine Generalprobe für die neue Küche. Eine Generalprobe für die Kleinkindzeit. Eine Generalprobe für die großen Friday Dinner, die noch kommen mögen. Inspiriert ist das Menü von Stephie, die redaktionell für das Kochbuch „Kärnten kocht“ verantwortlich ist.

Gewürzbrötchen mit Zitronenbutter, Meersalzbutter und Olivenöl // Rosé Sekt vom Bründlmayer, Niederösterreich

Zweierlei vom rohen Beef: Canneloni gefüllt mit Mandeln, Rucola, Parmesan und blanchierten Tomaten & handgeschnittenes Beef Tartar mit einer Mandelcreme // Der Schilfschneider 2011, Domaine Pöttelsdorf, Burgenland

Geschäumte Birnen-Sellerie Suppe mit Speck und Rosmarin // Grüner Veltliner 2013, Mrozowski, Niederösterreich

Ravioli vom Kabeljau auf Kürbiscreme und Zitronenöl // Grüner Veltliner 2013, Mrozowski, Niederösterreich

Zwetschgentarte und selbstgemachtes Vanilleeis mit Nussknsuper und Schnaps

 

 

 

 

 

 


Bei Seelenweh: Zwetschgentarte

Posted on August 19th, by Eva in Aus dem Ofen, Zwetschgentarte. No Comments

Die Blätter des Baumes, den ich von unserem Wohnzimmer aus sehen kann, beginnen sich braun zu färben. Und das Mitte August. Das macht mich ein wenig wehmütig die Tage, vorallem, weil ich noch keinen Urlaub hatte. Noch zu wenig Sonne getankt und das Gefühl habe, dass mir die Zeit durch die Finger rinnt, wie Sand am Strand von Grado.

Tagein, tagaus blicke ich argwöhnisch auf die Temperatur Anzeige am Balkon und zittere vor der 1. Alles unter 20 Grad gehört nicht in den August. und Schluss. Womit ich mich über das Wetter hinweg trösten kann, sind Bäckereien. Mit Zwetschgen. Ober noch besser einer Tarte.

Sie macht das Wetter nicht besser, hilft aber ungemein gegen Seelenweh. Ehrlich.

Boden
200g Mehl (gerne auch Dinkelmehl)120g kalte Butterstücke
1 Tl Rapsöl
80g braunen (feinen) Zucker (geht auch mit weißem, aber ich mag das Karamellige daran)
eine obligatorische Prise Salz

Fülle
Zwetschgen (reif und süß) hi
1 El Grieß
Zucker zum Bestreuen (etwa 2 El)

Die Zutaten für den Boden zu einem Mürbteig verarbeiten, ich mache das aus purer Faulheit in der Küchenmaschine. In eine Frischhaltefolie wickeln und 20 Minuten ruhen lassen – bei nicht allzu großer Hitze ist dies bei Zimmertemperatur erwünscht.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Zwetschgen vierteln, ich finde das sieht hübscher aus als Hälften. … Read More »


Tarte aux fruits

Posted on September 22nd, by Eva in Aus dem Ofen, Tarte au fruits. No Comments

Ein letzter Lechzer nach dem Sommer: Ein Törtchen voller Sonne bevor der Herbst Einzug hält. Ich liebe den Herbst, wahrscheinlich sogar mehr als den Sommer. Aber die Früchte der warmen Tage vermisse ich. Um „Auf Wiedersehen“ zu sagen habe ich für eine Freundin – inspiriert vom Patissier Fruth – ein Geburtstagstörtchen gebacken.

Der Boden ist ein klassischer Mürbteig, gefüllt mit sündiger Ganache und belegt mit den süßen Grüßen der warmen Jahreszeit. Die Himbeeren sind zusätzlich mit einer Balsamico-Essig Reduktion gefüllt – eine durchaus lohnende Arbeit.

 


Topfentorte

Posted on August 27th, by Eva in Aus dem Ofen, Topfentorte (altes Sacher-Kochbuch). No Comments

Früher war alles besser. Die Luft. Das Wasser. Das Leben.
Und das ist natürlich ein Topfen. Also nicht wahr.

Aber man tendiert in der Erinnerung doch dazu, Vergangenes etwas verklärt wahrzunehmen. Ab und an ist es aber keine Sentimentalität, sondern die reine Wahrheit. So auch bei dieser Topfentorte, die – um ehrlich zu sein – als reichhaltig beschrieben werden kann. So waren die Rezepte früher. Und hier zahlt sich jede Sünde aus. Sofern der Genuss nicht täglich erfolgt. Wobei solange hält sich der (Kalorien)Traum eh nicht …

Zutaten (Boden)
3 Eier
70g Zucker
80g Mehl
Schale einer glücklichen Zitrone
Mark einer Vanilleschote

Eier, Zucker und Gewürze über Wasserdampf schaumig schlagen – vom Herd nehmen und kalt überschlagen. Mehl zum Schluss unterheben. Masse auf ein Backblech streichen und etwa 10 Minuten bei 180 Grad Ober- Unterhitze goldbraun backen. Achtung – nicht zu dunkel werden lassen.

Zutaten (Creme)
250g Topfen (geht auch gut mit Magertopfen, obwohl dies kalorientechnisch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist)
180g Staubzucker
3 Dotter
10 g Gelatine
Saft einer glücklichen Zitrone (nach Geschmack)
Mark einer Vanilleschote
500 ml Schlagobers

Dotter und Zucker und Gewürze hellgelb schaumig schlagen. Kurz den Topfen unterrühren. Gelatine in kaltem Wasser einweichen, dann ausdrücken und mit etwas Masse erhitzen. Dann unter die restliche Masse rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. … Read More »


Paradeis-Marmelade (Tomaten-Confit)

Paradiesisch. Diese Art Paradeiser zu verarbeiten. Eine pikante, würzige schmackhafte Marmelade. Passt als Antipasti. Als Starter. Einfach so. Oder als Grundlage zu weiteren Gerichten. Die Inspiration kam einmal mehr von der Küchenschabe. Allerdings gabs bei uns eine eigene Interpretation.

Zutaten
1,5 kg reife Paradeiser (Tomaten)
Guter  Schuss Olivenöl
3-4 Frühlings-Zwiebeln, fein gehackt
Knoblauchzehen nach Geschmack
1 EL frisch geriebener Ingwer (notfalls geht auch Ingwerpaste)
1 Zimtstange, zerbrochen
frischer Chili nach Geschmack
1 Prise Safranfäden, fein gemörsert
Etwas Harissa (als Ersatz geht auch reines Tomatenmark)
2 TL Salz
Falls Süße feht – etwas Honig (unsere Paradeieser waren so süß, dass sie keiner Süße mehr bedurften)

Die Paradeiser halbieren, die Kerne entfernen und die Tomatenhälften grob bis zur Haut abraspeln. Das Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln darin anschwitzen, dann Knoblauch, Ingwer, Zimtstange und Chili zufügen und kurz anbraten. Das Harissa, die geraspelten Tomaten und das Salz zufügen. Bei geringer Hitze etwa 40 Minuten köcheln, bis ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist. Immer mal wieder umrühren. In abgekochten Gläsern hält es sich einige Zeit. Bei uns allerdings nicht, denn die Marmelade wird gelöffelt …