Zitronenschnitten

Unvergleichlich saftige Zitronenschnitten oder wo geht’s hier lang?

 Zubereitungsdauer: ca. 40 Min. (inkl. Backzeit + 1 Stunde Kühlzeit)
 für 1 Backform (meine ist ca. 38 x 16 cm)
 Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
Zitronenschnitten
125 g Mehl, universal oder glatt
200 g Zucker, braun
150 g Butter, Zimmertemperatur
3 Eier, mittel
2 El Zitronenzesten, frisch gerieben
2 – 3 El (ca. 40 ml) Zitronensaft, frisch gepresst
1 Prise Salz

 

Zitronenglasur
80 g Staubzucker
1 El Zitronensaft, optional etwas mehr
1 Tl Zitronenzesten, frisch gerieben
Spezielles Equipment
Keines
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Unvergleichlich saftige Zitronenschnitten oder wo geht’s hier lang?

 

In diesen Tagen treiben wir auf Eisschollen vor uns hin und mimen Zuversicht und Orientierung. Wohin es geht, was das Morgen bringt, wie wir uns aufstellen und vielleicht sogar wappnen. Pläne gehören da fix zu mir – meist habe ich mehrere in Form von Listen als beruhigendes Nachschlagewerk eingesteckt. Ich gestalte Listen analog und digital, strukturiere und liste nach Prioritäten und Kategorien. Färbe sie in codierte Bedeutungsfelder und hake befriedigt ab, bevor ich eine neue anlege. Nächtens träume ich von der ultimativen Liste, die die dann alles in Excel-Exzellenz zusammenhält, tief miteinander verbunden in Formeln, die alles in Wohlgefallen auflösen. Es ist so verrückt, wie es sich liest.

 

Der Plan war, dass diese Pläne helfen. Mir Orientierung bieten, um Lösungen zu finden. Früher hat das auch noch irgendwie besser funktioniert. Keine Entscheidung ohne farbenprächtige Pro-Contra-Liste. Heute sind die Herausforderungen etwas komplizierter geworden. Die Situationen in denen ich mich wieder finde haben keine eindeutige Lösungen. Was ist zu tun, wenn die innere Kompassnadel sich wild im Kreis dreht? Was ist dann stimmig? Wohin führt der nächste Schritt?

 

Während ich mich frage, ob alle anderen, die so auf meiner Reise vorbei schippern, wohl mehr Antworten haben, tue ich das, was mir in solchen Zeiten als das Vernünftigste erscheint: Ich backe uns herrlich saftige, unverschämt saure und unvergleichlich optimistische Zitronenschnitten.

Zubereitung

1. Den Ofen auf 170 Grad Ober- Unterhitze vorheizen. Die Backform mit Backpapier auskleiden. In einer Schüssel Mehl, Zucker und Salz vermengen und zur Seite stellen. Die zimmerwarme Butter kurz mit dem Mixer (in meiner Küchenmaschine verwende ich das Paddle) unterrühren – Achtung, diesen Schritt nicht übertreiben. Die Butter soll sich gerade so mit den trockenen Zutaten vermengen.

2. Danach die Eier, Zitronenzesten und den Zitronensaft einer Schüssel versprudeln. Hier reichen ein paar Schläge mit dem Schneebesen per Hand.

 

3. Diese Ei-Zitronenmischung nun mit dem Spachtel oder Kochlöffel mit dem Mehl-Buttergemisch vermengen. Das geht rasch und sieht nicht sehr homogen aus. Das macht nichts, dies ist das Geheimnis der saftigen Konsistenz. Alles in die vorbereitete Backform gießen und 20 – 25 Minuten hellgold backen. In der Mitte darf es nicht mehr wobbeln – keinesfalls dürfen die Zitronenschnitten „überbacken“ werden.

4. Während des Backens die Zitronenglasur vorbereiten. Direkt nach dem Backen eine dünne Schicht Glasur darüber gießen. Nun vollständig auskühlen lassen. Danach noch einmal mit der restlichen Glasur und ein paar Zitronenzesten übergießen und antrocknen lassen. Die Schnitten in Rauten oder Rechtecke schneiden.

Tipp

Die Zitronenschnitten kühlen schneller und halten sich wunderbar frisch, wenn sie an einem kalten, aber wenig feuchten Ort stehen dürfen – wie das Stiegenhaus. Dort halten sie sich auch mindestens 3 Tage, ohne dass die Konsistenz verloren geht.

 

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2 Comments
  • Peggy

    24. Januar 2019 at 15:25 Antworten

    Liebe Eva,
    meine Kompassnadel rotiert auch arg. Du hast das schön beschrieben, auch wenn ich es im Gegensatz zu dir, nie mit Listen hatte… 😉
    Mit Lecker Kuchen hingegen schon. Danke für das sonnige Rezept für kalte bzw orientierungslose Tage.

    • Eva

      29. Januar 2019 at 9:55 Antworten

      Liebe Peggy, danke für deine Nachricht – gemeinsam ist man wenigstens nicht so alleine 😉 Sie wird uns wieder die neue Richtung anzeigen, die Kompassnadel, da bin ich ganz sicher …! Alles Liebe, Eva

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