Grundrezept Becherkuchen (Rührkuchen) und die 5 schönsten Variationen

 Zubereitungsdauer: ca.10 Min. (+ 20 Minuten Backzeit)
 für 8 Muffinformen oder kleine Weckgläser 
 Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
Grundrezept Becherkuchen
1 Becher (120 g) Mehl, glatt oder Universal (Weizen, Dinkel oä.)
1 Becher (250 g) Sauerrahm oder Buttermilch
3 Eier
1/3 Becher (70 g) Zucker, weiß oder braun
1 Becher Nüsse, gerieben
1 Pkt. Backpulver
1/2 Becher Öl

 

Becherkuchen Kokos-Schokolade
1/2 Becher (60g) reines Kakaopulver
1 Becher Kokosraspel (statt Nüsse!)

 

Becherkuchen Zuchini-Zitrone
1 Bio-Zitrone (Saft und Schale)
1 Becher geriebene Zucchini (statt Nüsse!)

 

Becherkuchen Karotte-Zimt
1 El Ceylon Zimt
1 Becher geriebene Karotte (statt Nüsse!)

 

Becherkuchen Rum-Vanille
2 El (30 ml) Rum
Mark einer Vanilleschote
 
Becherkuchen Joghurt-Stracciatella
1 Becher cremiges Natur oder Vanillejoghurt (statt Sauerrahm!)
kleine Schokostückchen
Mark einer Vanilleschote
Spezielles Equipment
Keines
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Vielfältiges Grundrezept für Becherkuchen (Rührkuchen)

 

Es gibt Rezepte, die begleiten einen. Die ersten Rezepte an die ich mich erinnere waren so genannte Gleichschwer-Rezepte. Dazu zählt der Becherkuchen oder auch der einfache Topfenteig, der zu gleichen Teilen aus Topfen, Butter, Mehl und Zucker besteht und gefüllt werden kann – den werde ich in einem anderen Beitrag vorstellen. Bereits als Kind war es mir so möglich selbst zu backen und zu variieren. Eine ganze Zeit lang war also der Becherkuchen die Grundlage für meine ersten Backversuche, für klassische Sonntags-Kuchen, Muffins und auch für Boden-Variationen von Torten, bevor ich mich an andere – aufwändigere – Rezepte wagte.

 

Der Becherkuchen, der Opa unter den Rührteigen

 

Während kochen oft eine Frage des Gefühls ist und Gerichte mit Kreativität schnell verändert werden können, verlangen Backrezepte meist genaue Messungen und Verhältnisse, um gute Ergebnisse zu erzielen. Der Becherkuchen hingegen ist der Opa der Rührkuchen – er drückt gerne mal ein Auge zu und ist geduldig. Die Relationen der Zutaten sind so stabil, dass es nicht auf ein Gramm mehr oder weniger ankommt. Natürlich ändern sich je nach Variation die Backergebnisse – mehr Mehl macht den Kuchen kompakter, Karotten oder Zucchini saftiger und der Zucker kann bspw. je nach Geschmack dosiert werden. Ein Teig für alle Fälle so zu sagen.

 

1 Teig – 1000 Möglichkeiten

 

Wer sich an neue Aromen-Kombinationen wagen will oder einfach nur ein gelingsicheres Rezept für den Besuch am Nachmittag braucht, ohne nochmal einkaufen gehen zu müssen – der Becherkuchen lässt einen so schnell nicht im Stich und gehört damit in jede Rezeptsammlung.

 

Auf den Fotos zu sehen ist übrigens die Variante Kokos-Schokolade als „Kuchen im Glas“ in kleinen Weckgläsern gebacken, da sie für eine Zugreise als Proviant dienen sollten und so saftig blieben und praktisch verpackt waren.

Zubereitung

1. Den Ofen auf 170 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Den Sauerrahm mit den Eiern, dem Zucker, dem Öl und ggf. Aromen (Rum, Kakao, Zitrone oä.) verquirlen – wer die Mischung schaumig aufschlägt, erhält ein flaumigeres Ergebnis.

 

2. Nüsse oder Zucchini, Karotten, Kokosraspeln zugeben und unterrühren.

 

3. Zum Schluss das Mehl mit dem Backpulver versieben und nach und nach unterrühren. In die ausgebutterten und mit Bröseln ausgestreuten Backformen gießen – wer Silikonbackformen verwendet, kann darauf verzichten. Die Backzeit variiert je nach Form (Blech etwa 15-20 Minuten, Muffins etwa 15-20 Minuten, Kastenform  etwa 30-40 Minuten) – am besten die Stäbchenprobe (Stäbchen in die Mitte des Kuchens stechen, bleiben keine Reste kleben, ist er durchgebacken) durchführen.

Tipp

Als „Becher“ kann der leere Sauerrahm-Becher oder eine Tasse dienen. Es geht weniger um die absoluten Gramm, als das Verhältnis der Zutaten zueinander. 

 

Wer die Kuchen im Glas Variante ausprobiert, gießt nur etwas mehr als 1/3 der Höhe in die Backformen – sonst gehen sie zu weit auf und lassen sich nur mit etwas Druck verschließen, wie man auf meinen Fotos unschwer erkennen kann.

 

Weitere Grundrezepte und Tutorials findet ihr übrigens hier!

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2 Kommentare
  • Das Mädel vom Land

    31. Juli 2018 at 23:44 Antworten

    Der Opa der Rührkuchen … was dir alles einfällt ;-)))
    Du hast mich auf jeden Fall auf die Idee gebracht, dieses Rezept einmal dem Minimädel vorzustellen – mal schauen, was die dazu sagt 🙂
    Alles Liebe!

    • Eva

      6. August 2018 at 5:55 Antworten

      Ich bin gespannt, wie er bei euch ankommt und ob das Minimädel auch ihre Freude dabei hatte – würde mich sehr über eine Rückmeldung von Dir freuen, wie es gelaufen ist. Und Danke. Danke, dass Du dir (so oft) die Mühe machst, mir zu schreiben, ich freue mich wirklich sehr darüber! Alles Liebe, Eva

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