Erdbeer-Topfenknödel oder im Herzen barfuß

 Zubereitungsdauer: ca. 15 Min. (+ 30 Min Ruhezeit)
 für 8 kleine Knödel
 Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
 Topfenteig
250 g Topfen
15 g Butter, zerlassen
45 g Brösel oder entrindetes Weissbrot vom Vortag
2 Eier
1-2 El Zucker nach Geschmack
Mark einer Vanilleschote (optional)

 

 Erdbeeren für die Fülle

Butterbrösel

Semmelbrösel
1-2 El Butter
1 El Staubzucker
Spezielles Equipment
Keines
Aus der Region
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Erdbeer-Topfenknödel oder im Herzen barfuß

 

Die Sommer schienen früher ewig und ein paar Tage extra. Noch lange im Erwachsenenalter erinnerte ich mich an wichtige Entwicklungen in meinem Leben in „Sommern“ – das war der Sommer als wir …

 

Vielleicht sind es aber nicht nur die wichtigen, in Erinnerung bleibenden, Ereignisse, die die Sommerzeit so besonders machten. Es waren die schier endlosen Stunden der Planlosigkeit und des Müßiggangs. Das Herumstreunern in Omas Garten, das Herumstreunern in der Nachbarn Garten und das auf blöde Gedanken kommen. Das Kirschkernweitspucken. Das Fadisieren. Das Barfuß laufen. Die pure, unspektakuläre Einfachheit des Seins.

 

Irgendwann im Laufe der Zeit ist er weniger geworden, der Zauber der Sommer. Er wurde heiß und stickig. Eine Durststrecke voller Geduldsproben beim Warten auf die abgezählten Urlaubstage – mit im Gepäck jede Menge Erwartungshaltungen und Pläne. Und wieder mit nach Hause genommen das Gefühl, eine Woche Urlaub würde nun gut tun.

 

Nun gibt es Umstände, die im Leben der meisten Erwachsenen nicht zu ändern sind. Die limitierte Anzahl an Urlaubstagen zum Beispiel. Doch was wäre, wenn man den Sommer einfach üben könnte? Im Nichtstun und der Planlosigkeit? Uns ein paar Stunden treiben lassen, uns dafür zu entscheiden und dies auch möglich zu machen. Prioritäten zu setzen. Könnten wir nicht … ? Nein, könnten wir nicht, wir haben heute schon was vor, nämlich nichts.

 

Die letzte Woche vor den Ferien bricht an. Die Stadt bewegt sich in erschöpfter Vorfreude auf den Sommer zu. Was wird er bringen? Unvergessliche Erinnerungen? Einzigartige Momente? Das wünsch ich uns. Und endlos viele Stunden barfuß – im Herzen.

Zubereitung

1. Für die Erdbeer-Topfenknödel die Erdbeeren waschen, trocken tupfen und vom Strunk befreien. Beiseite stellen.

 

2. Für den Teig die Butter zerlassen und alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Löffel vermengen. Zugedeckt 30 Minuten im Kühlschrank stehen lassen, damit er Zeit hat etwas zu quellen.

 

3. Mit feuchten Händen kleine Kugeln formen, flach drücken, so dass ein Kreis entsteht – die Erdbeere mittig drauf legen – und von allen Seiten wieder verschließen. Solange verfahren bis der Teig aufgebraucht ist.

 

4. Im siedenden (nicht wild sprudelnden) Wasser etwa 10 Minuten kochen. Sie steigen auf, wenn sie fertig sind.

 

5. In einer großen Pfanne die Butter für die Brösel zerlassen – die Semmelbrösel mit dem Zucker darin goldbraun rösten. Die abgetropften Knödel darin wälzen.

3. Das frische Gemüse klein schneiden. Die gekochten Käferbohnen, falls gekauft, abtropfen und kurz abwaschen.

 

4. Den Salat mit dem Gemüse mischen und mit dem Dressing abmachen. Dies sollte kurz vor dem servieren passieren, da der Vogerlsalat Nässe auch in Form eines Dressings nicht sehr mag und nicht lange knackig bleibt. Mit einem gegrillten Stück Brot genießen.

Tipp

Der Topfenteig für die Erdbeer-Topfenknödel ist der Grundteig für Topfenknödel, Topfennockerl oder – ohne Zucker – auch für pikante Varianten – zum Beispiel mit Minze – geeignet.

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4 Kommentare
  • Die Küchenwiesel

    28. Juni 2018 at 14:52 Antworten

    Gesehen habe ich sowas schön ab und zu mal, aber nach deinen leckeren Bildern müssen wir das auch unbedingt mal ausprobieren. Das klingt auch gar nicht so kompliziert.

    lg Anna

    • Eva

      3. Juli 2018 at 6:37 Antworten

      Liebe Anna, ganz fest versprochen: Sie sind ganz einfach in der Zubereitung und himmlisch im Geschmack :-)) Alles Liebe und gutes Gelingen, Eva

  • Das Mädel vom Land

    28. Juni 2018 at 21:58 Antworten

    Ach, du liebe, du Schreibtalent! Barfuß im Herzen, wie schön das klingt …
    Und meine Sommer hab ich genauso erlebt – inklusive Fadisieren! Fadisieren ist super 🙂
    Alles Liebe!

    • Eva

      3. Juli 2018 at 6:38 Antworten

      Danke für deine lieben Worte – ich freu mich sehr, denn die kleinen Geschichten vor den Rezepten liegen mir besonders am Herzen! Alles Liebe, Eva

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