Hummingbird-Cake

Hummingbird-Cake oder karibische Kolibri-Nächte in Wien

Zubereitungsdauer am Backtag: 60 Min. (inkl. 45. Backzeit) 
 
für 1 Kuchen Ø 16 cm
Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
Hummingbird-Cake
125 ml Pflanzenöl, neutral (zB Sonneblumen)
175 g Mehl, glatt
1 Tl Backpulver
1 Tl Ceylon-Zimt optional mehr nach Geschmack
100 g Zucker, braun
2 Bananen, sehr reif
200 g Ananas, abgetropft aus der Dose
1 Bio-Ei
1 Hand voll Pekannüsse, gehackt

 

Cream Cheese-Frosting
150 g Butter, Raumtemperatur
150 g Zucker, fein
200 g Frischkäse
1 Prise Vanillezucker
1-2 El vom Ananassaft

 

Pekannüsse-Crunch (Pecan-Brittle)
1 Handvoll Pekannnüsse
30 g Zucker, braun
 
Spezielles Equipment
Keines
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Hummingbird-Cake oder karibische Kolibri-Nächte in Wien

 

Während der Winter dieses Jahr gefühlt ewig und mindestens 2 Tage länger gedauert hat, der Frühling verregnet und kühl war, eroberte der tropische Hochsommer den Juni mit einem Knall. Temperaturen über 36  Grad sind in der Stadt kein Witz mehr, selbst mit zugezogenen Vorhängen und heruntergelassenen Jalousien haucht der tropische Wind durch jede Ritze und macht das Atmen schwerfällig. Abkühlung finden wir jetzt nur in der Natur oder im Keller. Dort liegt wenigstens auch der Wein bereit.

 

Nichts desto trotz gibt es Ereignisse, die lassen sich auch in den tropischen Tagen nicht verschieben. Schule gehen, Arzttermine wahrnehmen und Geburtstage feiern, die nunmal dann sind, wenn sie sind. Nicht davor, nicht danach, sondern dann. Und wenn das Geburtstagskind auch noch seinen zweiten Geburtstag feiert, dann noch viel weniger. Dem sind die 36 Grad nämlich schnurz-piep egal. Also musste eine Torte her. Ja, ich habe den Ofen angeworfen. Irgendwann nachts, als die Temperatur in der Wohnung unter 30 Grad fiel und habe zur Feier des Tages einen tropischen Kuchen gebacken.

 

Hummingbird-Cake: Backen bis der Arzt kommt

 

Der Hummingbird Cake ist ein traditioneller Kuchen aus Jamaica, der nach dem ansässigen Nationalvogel, dem Kolibri, benannt wurde. Tatsächlich heißt er dort aber nicht Hummingbird, sondern Doctors Bird – warum, konnte ich nicht so schnell herausfinden, erschien mir aber für das Rezept auch nicht so wichtig. Wirklich wichtig hingegen fand ich, dass es in den 90iger Jahren zum beliebtesten Kuchen eines sehr berühmten amerikanischen Food-Magazins gewählt wurde. Und wer ihn schon mal gegessen hat, versteht das auch. Er gehört inzwischen zu meinen absoluten Favoriten – saftig, weich, und spannend sind die ersten Attribute, die mir in den Sinn kommen. Am besten bereitet man ihn 1-2 Tage im voraus zu, denn im Kühlschrank gelagert, entwickelt er erst sein volles Aroma. Sein Creamcheese Frosting ergänzt die fruchtige Süße des Teiges mit einer leicht salzigen Note. Ein Kuchen sehr nahe an (meiner) Perfektion.

 

Aber was können Worte alleine schon beschreiben? Ihr müsst es schon ausprobieren …

 

Zubereitung

1. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Kuchenform mit Backpapier auskleiden und an den Rändern ausbuttern.

 

2. Das Mehl, Backpulver, den Zimt, Zucker und eine Prise Salz in einer Schüssel versieben.

 

3. Die Bananen schälen, mit einer Gabel fein zermatschen und in eine zweite Schüssel geben. Die abgetropften Ananasstücke fein hacken und – wer mag – mit dem Pürierstab mixen. Ich lasse diesen Schritt nie aus, weil meine Tochter keine Stücke im Kuchen mag. Im Original wird die Ananas allerdings nur fein gehackt. Die Bananen-Ananas-Mischung, die Eier und das Öl mit dem Schneebesen mit der Mehl-Mischung verrühren, bis alles zu einem glatten Teig verrührt ist. Nicht übertreiben, der Teig soll nicht überrührt werden.

 

4. In einer Pfanne ohne Fett die Pekannüsse rösten und mit dem Messer fein hacken – ebenso unter den Kuchenteig rühren. In die Backform gießen und etwa 45 Minuten goldbraun backen – Stäbchenprobe machen bzw. ist der Kuchen fertig, wenn er in der Mitte leicht zurück springt, wenn man ihn antippt.

 

5. Inzwischen das Cream Cheese Frosting zubereiten. Dafür die zimmerwarme Butter mit dem Zucker aufmixen, dann den Frischkäse unterrühren, bis sich alles glatt gerührt ist – nicht zu lange. Zum Schluss mit Ananassaft abschmecken – wer mag kann auch ein, zwei Spritzer Zitrone dazu geben. Wer es süßer mag, gibt extra Zucker dazu. Aber Vorsicht, der Kuchen ist schon intensiv – da ist eine weniger süße Creme oft eine gute Idee. In den Kühlschrank stellen, solange der Kuchen bäckt bzw. auskühlt.

 

6. In einer Pfanne den Zucker schmelzen, dabei nicht rühren, bis der Zucker flüssig zu werden beginnt. Sobald dies der Fall ist, die Pekannüsse zugeben, umrühren, dass der Zucker auf allen Seiten der Nüsse ist und auf ein Backpapier gießen. Auskühlen lassen.

 

7. Zum Schluss den Kuchen komplett auskühlen lassen, in der Mitte teilen und mit Creme füllen. Ebenso außen mit Creme bestreichen und mit Crunch dekorieren.

Tipp

Der Hummingbird-Cake schmeckt auch ohne Frosting hervorragend und bleibt in Klarsichtfolie gewickelt bis zu einer Woche saftig und gut.

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2 Comments
  • Andrea NEGELE

    30. Juni 2021at11:54 Antworten

    Hallo

    Ich bin gerade am backen und vermisse den Schritt mit Öl und Ei. Aber ich rühre es jetz einfach mal mit unter. 🙂

    Liebe Grüße vom Chiemsee
    Andrea 🌼

    • Eva

      30. Juni 2021at19:35 Antworten

      Liebe Andrea, Du meine Güte, Du hast natürlich recht – sowohl mit dem Vergessen als auch mit dem Unterrühren. Ich werde das gleich ausbessern, Danke für den Hinweis, alles Liebe und ich hoffe, er schmeckt Dir so gut wie mir, Eva

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