Kolumne Essen & Gesellschaft / Also sprach der Macaron

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Kapitel 4

Also sprach der Macaron

„Wie ein besonders eitel glänzender, ikonischer Dessert-Happen mich lehrte, dass auch dem Misserfolg ein Erfolg innewohnen kann.”Es ist Corona. Immer noch. Vielleicht auch immer wieder. Wer weiß das dieser Tage schon so genau. Was aber wahrscheinlich recht viele mittlerweile wissen: Die Tage in Corona sind lang. Die Tage in Corona machen schnell knatschende Kaugummi-Geräusche. Die Tage in Corona fangen mit „Das schaffen wir!“ an, und versinken im schlimmsten Fall schon bald darauf in der morgendlichen Kaffeetasse mit „Geh, bitte!“ Aber die Tage in Corona müssen ja auch irgendwie rum. Man hat ja schließlich Zeit. Zum Nachdenken und Reflektieren und Neue-Sachen-Machen. Neue-Sachen-Machen ist das wichtigste überhaupt in Corona, scheint mir. Aber richtig! Brotbacken, anyone? Ja, aber richtig! Einrexen, Einkochen, Fermentieren, Garden-Focaccia? Eh. Nur bitte ordentlich! Zumindest sagen das alle. Und wenn es alle sagen, ist es ziemlich fast sicher wahr.

 

Autorin: Stephie Fuchs, Food-Journalistin & freie Autorin

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