Gefühlsrad

Das Gefühlsrad

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“Wie geht es Dir?” “Gut.” Oft beantworten wir die Frage nach unserem Befinden vorschnell und sozial angepasst. Manchmal wissen wir es aber auch selbst gar nicht so genau. Das Gefühlsrad kann uns helfen, unsere Gefühle bewusst und differenziert wahrzunehmen und auch benennen zu können. Das funktioniert für uns alleine, um uns zu sortieren, kann uns aber auch dabei unterstützen, in Kontakt mit anderen zu treten oder sogar Konflikte zu lösen. Viele Gründe, um etwas genauer hinzusehen.

“Manchmal haben wir soviel auf dem Herzen, dass uns nichts über die Lippen kommt. Das sind die Augenblicke in denen wir nichts sagen, obwohl soviel zu sagen wäre …”

Die aktuelle Podcast-Folge mit Musik- und Psychotherapeut Manuel hat mich dazu inspiriert, mit euch ein Werkzeug teilen, das ich selbst schon seit einigen Jahren benutze und inzwischen sehr liebe. Das Gefühlsrad. Das Wahrnehmen, Erkennen und Benennen von Gefühlen kann uns dabei unterstützen, auch emotional gesund zu bleiben. Ohne Wertung, ohne Durchhalteparolen und ohne Selbstoptimierung.

 

Das Gefühlsrad

 

Mit dem Gefühlsrad können wir spielerisch erforschen, wie bunt und vielfältig unsere Gefühlswelt ist. Dabei hat es keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll als Inspiration gedacht sein und bietet die Möglichkeit mit uns selbst in Resonanz zu gehen. Wir können Nuancen erinnern, unsere Dankbarkeit ausdrücken oder auch Erlebtes reflektieren.

 

Gemeinsam oder alleine

 

Wir können das Gefühlsrad gemeinsam in der Familie nutzen oder auch für uns alleine. Dabei liefert es keine Antworten, deutet kein richtig oder falsch, sondern stellt vor allem eines in den Vordergrund: Das Zuhören und Hinspüren. Und das kann zu spannenden Diskussionen führen, auch mit uns selbst.

 

Übung 1: Gemeinsam – ich dreh’ am Rad!

 

Setzt euch miteinander vor das Gefühlsrad und einigt euch auf eine Frage, einen Konflikt oder ein Thema. Jeder bekommt fünf kleine Spiele-Chips (am besten in verschiedenen Farben, damit ihr sie auseinander halten könnt) oder kleine Münzen. Diese können auf dem Gefühlsrad positioniert werden. Es ist gut, wenn ihr dabei immer wieder im Augenkontakt bleibt. Erst nach ausführlicher Betrachtung der gelegten Chips des anderen, wird im Anschluss das Thema oder die Frage besprochen. Man fängt an einer Stelle an und redet um das Rad herum. Wessen Chip der nächste ist, ist an der Reihe. Kindern kann mit offenen Fragen geholfen werden wie bspw. “Was daran hat Dich unsicher werden lassen?”

 

Übung 2: Alleine – die Gefühlsinventur!

 

Du kannst das Rad mit oder ohne Anlass zur Hand nehmen. Probiere doch einfach mal aus, welche Gefühle dich spontan am Rad ansprechen und mit welchen Du in Resonanz gehst. Lege dort deine Chips ab, dabei ist es völlig okay, wenn Du dich von scheinbar widersprüchlichen Gefühlen angesprochen fühlst. Die Übung unterstützt dabei, Klarheit und Worte zu finden und vielleicht sogar, den einen oder anderen Wirbelsturm in uns zu glätten.

 

1) Mache diese Übung zum Beispiel regelmäßig um die gleiche Zeit und schreibe die Ergebnisse auf.

2) Mache diese Übung nach einem Ereignis, das dich seelisch belastet hat.

3) Lege die Gefühle passend zu einer gewissen Situation oder einem Konflikt.

 

Viel Freude beim Entdecken, Nachspüren und miteinander sprechen.

 

Gefühlsrad

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