Brennsuppe mit Schwarzbrotknödel

Brennsuppe mit Schwarzbrotknödel oder fast(en) gut genug

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Brennsuppe mit Schwarzbrotknödel oder fast(en) gut genug

35 Min. (inkl. Ruhezeit)

für 2-3 Portionen

leicht

ZUTATEN

 
Brennsuppe
4 EL Sonnenblumenöl
3 El Mehl
1 l Wasser
Salz, Pfeffer
1-2 Knoblauchzehen
1 Tl gemahlener Kümmel
1 Spritzer Apfelessig
 
Schwarzbrotknödel
2 Scheiben Schwarzbrot, altbacken
Milch zum Einweichen des Brotes
1 Ei
1 – 2 El Mehl, griffig
Salz, Pfeffer

 

SPEZIELLES EQUIPMENT
 
Keines
 
 
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Brennsuppe mit Schwarzbrotknödel oder fast(en) gut genug …

Mir geht es gut. Also natürlich nicht immer und wer mir schon länger folgt weiß, wie oft ich struggle und hadere. Aber ich meine im Grunde. So prinzipiell. Ich wohne. Ich liebe. Ich habe. Viel und oft sogar im Überfluss. 

Meine Oma hat mir früher davon erzählt, wie es ist zu verzichten. Wirklich zu müssen und gar nicht anders zu können. Ich kann mich noch daran erinnern, wie sie steinharte Schwarzbrot-Scherzel (Das Endstück eines Brotlaibes) in den Mund genommen hat, es in die Backe schob und mir davon erzählte, wie gut sich der Geschmack entfalten würde, wenn der Speichel nach und nach das Brot wieder weich werden lassen würde. Ich probierte es aus und sie hatte recht. Ich fand das faszinierend, aber habe das danach nie mehr probiert. 

 

Schwarzbrotknödel – Die Kunst der Resteverwertung

 

Meine Oma ist nicht mehr da. Ich denke oft an sie. Worüber wir gesprochen haben, was sie mir mitgegeben hat. Die Schönheit im Einfachen. Das hat sie mir gezeigt, hat meine Hand auf der Bank genommen in die Ferne geschaut und gesagt: „Merkst Du das? Merkst Du, wie gut es uns gerade geht?“. Mir läuft ein kleiner Schauer über den Rücken, während ich das schreibe, denn oft, muss ich gestehen, merke ich es nicht. Und dabei geht es mir so oft so gut.

 

Die Kunst des Verzichts

 

Die Fastenzeit hat begonnen. Und ich möchte es wieder öfter merken, dass es mir gut geht. Deswegen haben wir familienintern so eine kleine Fastenzeit ausgerufen. Und heute gibt es Brennsuppe mit Schwarzbrotknödel. Eine traditionelle Fastenspeise, die mich während ich das alte Schwarzbrot schneide an meine Oma erinnert. Und die mit viel Liebe, Gewürzen und frischer Petersilie gar nicht mehr so schmeckt, als würde mir was fehlen. Außer sie.

 

Und damit die Brennsuppe mit Schwarbrotknödel auch wirklich perfekt gelingt, hier meine ultimativen Tipps.
  • Da die Brennsuppe im Grunde aus einer verlängerten Einbrenn besteht, ist es wichtig gut zu würzen. Wer es noch feiner mag, gießt mit Gemüsebrühe statt Wasser auf.
  • Dasselbe gilt für das Brot, nehmt gern ein kräftiges – sie geben der Speise ein gutes Aroma.
  • Frische Kräuter zum Servieren – ihr ahnt es, sind ebenso wesentlich.

55  Minuten   | für 2-3 Personen | Schwierigkeitsgrad: leicht

1. Das Öl in einem Topf erhitzen, Mehl dazugeben und unter Rühren bräunen, bis die Einbrenn dunkelbraun ist.

(4 El Öl, 3 El Mehl)

 

2. Die Einbrenn mit Wasser oder Gemüsebrühe aufgießen, rühren, damit nichts klumpt. Die Knoblauchzehen pressen und mit Salz und Pfeffer in die Suppe geben – leicht köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

(500 – 700 ml Wasser alternativ Gemüsebrühe, 1 – 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer)

 

3. Für die Schwarzbrotknödel das Brot in Würfel schneiden,  mit lauwarmer Milch übergießen. Dan das Ei, etwas Mehl und Gewürze zugeben, mit einem Löffel gut verrühren und zugedeckt mindestens zehn Minuten rasten lassen. Dann kleine Knöderl mit feuchten Händen formen.

(4 Scheiben Schwarzbrot, etwas lauwarme Milch zum Einweichen, 2 El griffiges Mehl, Salz, Pfeffer)

 

4. Einen Topf mit gesalzenem Wasser aufstellen und zum Sieden bringen (kleine Bläschen steigen auf, aber es sprudelt nicht!). Die Knöderl ein paar Minuten darin kochen / ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie aufsteigen und sich leicht drehen lassen oder sogar von selbst drehen.

 

5. Gemeinsam mit der Suppe und frischen Kräutern servieren.

TIPP

Die Schwarzbrotknödel sind eine super Resteverwertung und schmecken nicht nur zur Fastenzeit. Auch gebraten mit Ei sind sie eine gute Speise.

 
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