Papaya-Orangen-Chutney

Fruchtig scharfes Papaya-Orangen-Chutney

 Zubereitungsdauer: ca. 40 Min.
 für ca. 800 ml
 Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten
2 Papayas
2 unbehandelte Orangen
3 grüne Chilischoten
200 g Zwiebel
1 Knoblauchzehe, gepresst
200 ml Apfelessig
250 g Gelierzucker (2:1)
Salz
2 Tl mildes Currypulver
Spezielles Equipment
Gläser zum Verschließen
Aus der Region
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Papaya-Mango-Chutney oder ein Plädoyer für die Region.

 

Immer seltener finden Avocados, Mangos oder Papayas bei uns auf den Tisch. Nicht, dass wir sie nicht mögen würden. Die reife Süße einer Mango ist unvergleichlich und himmlisch. Dennoch hat mich der omnipräsente Trend zur Avocado-Creme oder dem Mango-Salat etwas nachdenklich gemacht.

 

 

Ein Gedankenspiel.

 

Was ist ein Lebensmittel wert? Was muss passieren, damit eine Mango, eine Avocado oder eine Papaya zu diesem Preis am anderen Ende der Welt aufgezogen, geerntet, verpackt, versendet und ausgeliefert werden kann? Der Preis von € 2,99 erscheint mir da etwas niedrig, denn er muss dabei noch Gewinn machen.

 

Es gibt einen Preis für die allgegenwärtige Verfügbarkeit sämtlicher saisonaler, nichtsaisonaler, heimischer und exterrestrischer Lebensmittel und Convenience Produkte. Egal ob Bio oder nicht.

 

Abgesehen von den ökologischen Nebenerscheinungen, die dabei offensichtlich sind, kommen mir nicht nur ihre Präsenz, sondern auch ihre Preise verdächtig vor. Denn diese Rechnung kann nur auf Kosten vieler in der Prozesskette gemacht werden. (Ich empfehle hier das Interview das die ZEIT Online mit dem braslianischen Drogenboss Fernandinho Beira-Mar über Macht geführt hat und dabei auch einen Blick auf den Zusammenhang der Avocado-Plantagen und ihre Rolle als Geldwäsche-Unternehmen geworfen hat.)

 

Was kann ich tun? Die Antwort ist bestimmt nicht einfach, wie so selten bei komplexen Fragestellungen. Wir können aber damit beginnen, unsere Produkte im Einkaufskorb etwas kritischer zu betrachten und uns auch bewusst für heimische Produkte entscheiden. Und die Flugmango aus dem wöchentlichen Speiseplan streichen.

 

 

Ein Dilemma. Ist der Verzicht der einzige Weg?

 

 

Ich gestehe mit Verzicht hab ich es nicht so. Alleine der Gedanke an Verzicht lässt meinen Fokus dorthin gleiten und sich festkrallen, wie ein ängstlicher Bergsteiger am Grat vor dem Abgrund.

 

Wenn ich mich nach einer Papaya verzehre, dann kaufe ich sie. Bewusst und voller Freude auf den unvergleichlichen Geruch und Geschmack. An allen anderen Tagen kaufe ich sie nicht. Und muss dennoch nicht verzichten.

 

Denn unser Land ist reich an Geschmack, Farbe und Vielfalt. An einer wunderbaren Küche, die daraus viele Köstlichkeiten und sogar Klassiker hervorzubringen versteht. Sie (immer wieder) neu zu entdecken ist es wert, spannend und eine wunderbare Grenze im Freiraum der Möglichkeiten.

 

 

Und wenn es dann zu den Feiertagen auch ein scharfes Papaya-Orangen Chutney zu einem saftigen, rückwärts gebratenem Roastbeef gibt, ist es was ganz Besonderes und nicht selbstverständlich.

 

Zubereitung

1. Papaya längs halbieren und entkernen. 3 – 4 El Kerne beiseite stellen. Die restliche Papaya schälen und 500g in kleine Würfel schneiden.

 

2.  Die Orangen heiß abspülen und von einer Hälfte die Schale in kleine Zesten reißen. 200 ml Orangensaft auspressen.

 

3. Chilischoten und Zwiebel in dünne Ringe schneiden.

 

4. Alle Zutaten in einem Topf mischen. Unter rühren aufkochen und mindestens 10 Minuten einkochen lassen. Sofort in saubere, verschließbare Gläser füllen, verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen. Umdrehen und auskühlen lassen.

Tipp

Das Papaya-Orangen-Chutney hält sich ungeöffnet 8 Wochen. Nach Anbruch sollte es innerhalb einer Woche – im Kühlschrank aufbewahrt – gegessen werden.

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2 Kommentare
  • Maria Potthoff

    31. Dezember 2017 at 9:09 Antworten

    So ein leckeres Chutney geht doch einfach immer 🙂 Danke für das tolle Rezept, ist mal etwas anderes als die Mango-Variante! Werde ich auf jeden Fall mal nachmachen 🙂 Liebe Grüße und einen guten Rutsch aus Schenna Südtirol 🙂

    • Eva

      2. Januar 2018 at 6:34 Antworten

      Ich kann es nur empfehlen! 🙂 Herzliche Grüße ins wunderschöne Südtirol (einer meiner Lieblingsregionen) … Frohes Neues Jahr, Eva

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