Kolumne Essen & Gesellschaft / Die Moral von dem Gericht

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Kapitel 6

Die Moral von dem Gericht

„Frühling, Zeit der Wiedergeburt und des Neuanfangs. Eine gute Zeit also, um das Schlagwort des Jahrtausends endgültig zu verabschieden: Nachhaltigkeit.“ Es ist mittlerweile völlig wurscht, was einer glaubt oder sagt – nicht aber, was, beziehungsweise wie er isst. Möglichst moralisch einwandfrei sollte es jedenfalls sein, und damit also regional, bio und nachhaltig. Am Regionalen störe ich mich ebenso wenig wie am Biologischen, weil es ja unbestritten eine gute Sache ist, dem Seesaibling aus Bad Aussee den Vorzug vor karibischem Hummer zu geben, und einem steirischen Bio-Apfel den vor einer chemieverseuchten chilenischen Avocado.

 

Autorin: Stephie Fuchs, Food-Journalistin & freie Autorin

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